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Carl Schmidt,
Betriebsleiter Feuerbestattungen Diemelstadt GmbH |
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„In meiner Jugend, die ich in einem kleinen Dorf verbrachte, war der Tod Nachbarschaftssache. Der Bestatter richtete den Verstorbenen her, die Männer hoben das Grab aus und trugen den Sarg. Die Frauen organisierten den Trauerkaffee. Damals gab es überwiegend Erdbestattungen. Ein Krematorium stellte ich mir abschreckend vor.
Später habe ich einmal ein Krematorium gesehen, das war finster, dreckig und die Ofentür war schwarz gestrichen. Umso überraschter war ich, als ich die Krematorien in Diemelstadt und Hameln besichtigte. Dort war alles hell, freundlich, sauber, die Atmosphäre angenehm und die Mitarbeiter ordentlich gekleidet. Das gab den Anstoß zur Übernahme der Betriebsleitung im Krematorium Diemelstadt im Jahr 2007.
Feuerbestattungen nehmen zu. Immer mehr Menschen interessieren sich schon zu Lebzeiten dafür. Wir haben fast täglich Führungen mit Gruppen oder einzelnen Personen. Alle sind dann positiv beeindruckt, dass der Vorgang der Einäscherung für die Verstorbenen feierlich und würdevoll und für die Trauernden transparent und warm gestaltet wird. Ich persönlich achte sehr auf zeitnahe Einäscherung. Man kann Hinterbliebenen keine langen Wartezeiten zumuten.
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Wir begegnen Verstorbenen und Trauernden aus vielen Kulturen und lernen die verschiedensten Rituale kennen. Dabei erfüllen wir nach Möglichkeite alle Wünsche, die Hinterbliebene für ihre Angehörigen oder die Verstorbenen selbst haben. In der Wahl des Sarges, der Urne und in der Trauerfeier drückt sich zum letzten Mal die Persönlichkeit des Verstorbenen aus. Es gibt Kulturen, da gehen schon Kinder ganz selbstverständlich mit Toten um, fassen sie noch einmal an, stecken ihnen ein Kuscheltier oder ein Bild zu. Unser Anliegen ist, jeden Abschied so authentisch und stimmungsvoll wie irgend möglich zu gestalten.“
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